Der MH-500 von Mitsubishi/uni ist meines Wissens der zurzeit einzige Fallminenstift aus Japan und damit ein besonderer.

Es gibt nicht nur in der oben gezeigten Variante, sondern auch – wie früher häufig anzutreffen war – mit Härtegradkennzeichnung (4H–4B) und farbigem Drücker; zudem ist er mit rotem Schaft und Drücker für rote Minen erhältlich.
Er ist 140 mm lang, gut 11 g leicht und hat einen 26 mm langen, gerändelten Griff mit 8 mm Durchmesser. Sein hexagonaler Kunststoffschaft ist in dem charakteristischen Kastanienbraun gehalten, das 1958 mit dem Bleistift uni eingeführt wurde. Erfreulicherweise hat man den unvermeidlichen Strichcode nicht auf dem Schaft, sondern auf einem Etikett angebracht, das sich obendrein leicht ablösen lässt.
Der MH-500 besteht aus sieben Teilen (Zwinge und Minenbehälter lassen sich nicht zerstörungsfrei trennen):

Den Gebrauchswert des MH-500 empfinde ich als sehr hoch. Die Rändelung ist angenehm, die Mine wird sicher gehalten, so dass sie sich beim Spitzen nicht mitdreht, und es klappert nichts. Der stabile Clip ist kurz und sitzt so weit oben, dass er beim Drehen des Stifts nicht stört, und lässt sich abziehen.
Zur Geschichte des MH-500 kann ich so gut wie nichts sagen. Soweit ich weiß, kam er in den 1990er Jahren auf den Markt. Sein Vorgänger war etwas schlanker, verjüngte sich zum Drücker hin und hatte einen Minenbehälter aus Metall.

Interessanterweise gibt es den MH-500 auch in blau und mit HB-Kennzeichnung. Diese Variante findet sich jedoch nicht im Katalog von Mitsubishi/uni, sondern wird von Fujimoto Sansho Co., Ltd. als Zimmermannsbleistift vertrieben.

Mir gefällt der MH-500, denn er ist leicht, kurz, preiswert und sehr alltagstauglich. – Er wird offiziell nur in Japan und dort für 500 Yen (etwa 2,70 Euro) angeboten, ist aber auch bei speziellen Versendern außerhalb Japans zu finden.